Idee & Dramaturgie
Die Idee entstand spontan. Bevor Bilder generiert wurden, ging es um Story, Spannungsbogen, Figuren und den emotionalen Kern.

Werkstattbericht · Eigene Produktion von Alex Klim
Ein Film über Angst, Hoffnung und die emotionale Präzision, die erst durch menschliche Entscheidungen entsteht.
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Higgsfield Global Film Festival · 2026
01 / Der Film
BEN verdichtet einen Moment des Ausnahmezustands: Ein Junge ist allein, Einsatzkräfte suchen im Wald, und zwischen Angst und Wiederbegegnung entscheidet jedes Bild über Nähe und Spannung.
Der Kurzfilm entstand für das Higgsfield Global Film Festival. Bildwelt und Ton sind vollständig KI-generiert. Dramaturgie, Auswahl und Montage wurden von Alex Klim gestaltet.
Transparenz zu Bild und Ton: Die Kennzeichnung „Bildwelt & Ton: 100 % KI-generiert“ umfasst beide Bereiche. Für die KI-Tonproduktion kamen Suno und ElevenLabs zum Einsatz.
02 / Produktionskontext
Die Idee entstand spontan. Bevor Bilder generiert wurden, ging es um Story, Spannungsbogen, Figuren und den emotionalen Kern.
Die Szenenfolge und Perspektiven wurden vorab ausgearbeitet. Jeder Shot hatte eine Funktion im späteren Schnitt.
Die Charaktere entstanden mit Nano Banana und wurden anschließend als visuelle Referenzen in die Prompts eingebunden.
Alle Szenen wurden in Higgsfield erstellt, größtenteils mit Seedance 2.5. Sie wurden iterativ generiert, geprüft, verworfen und neu gebaut.
Der klassische Schnitt erfolgte in Final Cut Pro. Der Ton wurde vollständig mit KI erstellt, unter Einsatz von Suno und ElevenLabs. Timing, Sounddesign und Tonaufbau machten aus den Einzelbildern erst den Film.


Audio MakesAlex Klim · Leitgedanke
the Video.
03 / Werkstattbericht
Dieser Werkstattbericht stammt von Alex Klim. BEN ist eine eigene Produktion. Der Text ist keine unabhängige Kritik oder ein Interview, sondern eine persönliche Dokumentation von Idee, Produktion, Montage und Tonaufbau.
Ausgangspunkt
Die Idee entstand spontan, als ich vom Higgsfield Global Film Festival erfahren habe. Für die Teilnahme brauchte ich einen Film mit mindestens drei Minuten Länge. Am 21. August begann ich, die Idee konkret auszuarbeiten. Vier Tage später war der Film fertig. Diese Geschwindigkeit bedeutete nicht weniger Entscheidungen, sondern einen konzentrierten Prozess in Story, Bild, Timing und Ton.
Vor der ersten Generierung
Zuerst musste der Film als Film funktionieren. Ich habe die Story strukturiert, eine Shotlist entwickelt und die Szenen Schritt für Schritt geplant. Erst dann begann die Bildarbeit. Generieren ohne Plan produziert Material; noch keinen Film.
Visuelle Kontinuität
Die Charaktere wurden mit Nano Banana aufgebaut und anschließend als Referenzen in den Prompts verwendet. Die Szenen entstanden vollständig in Higgsfield, größtenteils mit Seedance 2.5. Entscheidend war die iterative Auswahl: Was trägt die Figur, was hält die Atmosphäre, was passt in der Bewegung zum nächsten Shot?
Generierung ist keine Regie
Nein. Die Vorstellung, man gebe einer KI eine Idee, drücke einen Knopf und bekomme den fertigen Film, hält der Praxis nicht stand. Der Prozess bleibt vollständig menschlich gesteuert. Werkzeuge können Bilder erzeugen - aber sie entscheiden nicht belastbar, welche Geschichte erzählt werden muss, wann ein Moment lange genug dauert oder warum ein Schnitt berührt.
Was KI ermöglicht
KI ermöglicht es auch kleinen Produktionsfirmen und unabhängigen Filmemachern, kreative Ideen und Prozesse erstmals weitgehend eigenständig umzusetzen. Sie sind nicht mehr im selben Maß auf eine große Produktionsstruktur, hohe Budgets oder die richtigen Kontakte angewiesen. Das ersetzt weder Erfahrung noch filmisches Handwerk - aber es senkt die Zugangshürden und gibt mehr Menschen die Möglichkeit, ihre eigene filmische Handschrift sichtbar zu machen.
Ton als Erzählmittel
„Audio Makes the Video“ ist mein Leitspruch. Gerade bei generierten Bildern verbindet der Ton die Einstellungen zu einer glaubwürdigen Welt. Rhythmus, Raum, Stille und akustische Details führen die Emotion oft stärker als das einzelne Bild. Deshalb war der Tonaufbau kein nachgelagerter Effekt, sondern Teil der Erzählung.
Klassisches Handwerk
Überall. Ich komme aus dem klassischen Film und habe BEN auch klassisch in Final Cut Pro geschnitten. Dramaturgie, Montage, Rhythmus und Sounddesign verschwinden durch neue Werkzeuge nicht. Im Gegenteil: Je leichter Bilder verfügbar werden, desto wichtiger wird die Fähigkeit, aus ihnen einen präzisen Film zu formen.
04 / Filmschaffender
Alex Klim ist international mehrfach ausgezeichneter Filmemacher und Creative Director aus Wien. Seine Arbeit verbindet klassische Filmproduktion mit generativen Werkzeugen und konzentriert sich auf Dramaturgie, visuelle Konsistenz und menschlich geführte Entscheidungen.




Analysen, Werkporträts und Produktionspraxis für KI und Film.