Ben sitzt in eine rote Decke gehüllt auf der Ladefläche eines Einsatzfahrzeugs

film.ki Editorial · Film 001 · Eigene Produktion des Medieninhabers

BEN

Kurzfilm2026Alex KlimBildwelt: 100 % KI-generiert

Ein Film über Angst, Hoffnung und die emotionale Präzision, die erst durch menschliche Entscheidungen entsteht.

Higgsfield Global Film Festival · 2026

Ein Kind. Ein Wald. Eine Suche.

BEN verdichtet einen Moment des Ausnahmezustands: Ein Junge ist allein, Einsatzkräfte suchen im Wald, und zwischen Angst und Wiederbegegnung entscheidet jedes Bild über Nähe und Spannung.

Der Kurzfilm entstand für das Higgsfield Global Film Festival. Seine Bilder sind vollständig KI-generiert - seine Dramaturgie, Auswahl, Montage und akustische Wirkung sind das Ergebnis eines konsequent menschlich geführten Prozesses.

Produktionsstart
21. August 2026
Produktionsdauer
4 Tage
Bildgenerierung
Higgsfield
Schnitt
Final Cut Pro
Nächtliche Suchtrupps bewegen sich mit Taschenlampen durch einen dichten Wald
BEN · Filmstill 05 / 08

Nicht der Knopf. Die Entscheidung.

Idee & Dramaturgie

Die Idee entstand spontan. Bevor Bilder generiert wurden, ging es um Story, Spannungsbogen, Figuren und den emotionalen Kern.

Shotlist & Planung

Die Szenenfolge und Perspektiven wurden vorab ausgearbeitet. Jeder Shot hatte eine Funktion im späteren Schnitt.

Figuren & Referenzen

Die Charaktere entstanden mit Nano Banana und wurden anschließend als visuelle Referenzen in die Prompts eingebunden.

Szenen & Auswahl

Alle Szenen wurden in Higgsfield erstellt, größtenteils mit Seedance 2.5 - iterativ generiert, geprüft, verworfen und neu gebaut.

Montage & Ton

Der klassische Schnitt erfolgte in Final Cut Pro. Timing, Sounddesign und Tonaufbau machten aus den Einzelbildern erst den Film.

Nahaufnahme von Bens Gesicht, Tränen laufen über seine Wangen
Emotion als dramaturgischer Anker · Still 02
Eine Frau umarmt Ben nach der Suche
Der Moment der Wiederbegegnung · Still 04
Audio Makes
the Video.
Alex Klim · Leitgedanke

Der Mensch führt Regie.

film.ki spricht mit dem Filmemacher Alex Klim über die spontane Idee, vier intensive Produktionstage und darüber, warum generative Werkzeuge filmisches Handwerk nicht ersetzen.

film.ki - Wie begann BEN?

Alex Klim - Sehr spontan. Die Idee entstand, als ich vom Higgsfield Global Film Festival erfahren habe. Im Zuge dessen brauchte ich einen Film mit einer Länge von mindestens drei Minuten. Am 21. August habe ich begonnen, die Idee konkret auszuarbeiten. Vier Tage später war der Film fertig. Das klingt nach Geschwindigkeit - dahinter lagen aber sehr konzentrierte Entscheidungen in Story, Bild, Timing und Ton.

Was stand vor der ersten Generierung?

Zuerst musste der Film als Film funktionieren. Ich habe die Story strukturiert, eine Shotlist entwickelt und die Szenen Schritt für Schritt geplant. Erst dann begann die Bildarbeit. Generieren ohne Plan produziert Material; noch keinen Film.

Wie entstand visuelle Kontinuität?

Die Charaktere wurden mit Nano Banana aufgebaut und anschließend als Referenzen in den Prompts verwendet. Die Szenen entstanden vollständig in Higgsfield, größtenteils mit Seedance 2.5. Entscheidend war die iterative Auswahl: Was trägt die Figur, was hält die Atmosphäre, was passt in der Bewegung zum nächsten Shot?

Ist ein vollständig KI-generierter Film ein automatischer Film?

Nein. Die Vorstellung, man gebe einer KI eine Idee, drücke einen Knopf und bekomme den fertigen Film, hält der Praxis nicht stand. Der Prozess bleibt vollständig menschlich gesteuert. Werkzeuge können Bilder erzeugen - aber sie entscheiden nicht belastbar, welche Geschichte erzählt werden muss, wann ein Moment lange genug dauert oder warum ein Schnitt berührt.

Was verändert KI für unabhängige Filmschaffende?

KI ermöglicht es auch kleinen Produktionsfirmen und unabhängigen Filmemachern, kreative Ideen und Prozesse erstmals weitgehend eigenständig umzusetzen. Sie sind nicht mehr im selben Maß auf eine große Produktionsstruktur, hohe Budgets oder die richtigen Kontakte angewiesen. Das ersetzt weder Erfahrung noch filmisches Handwerk - aber es senkt die Zugangshürden und gibt mehr Menschen die Möglichkeit, ihre eigene filmische Handschrift sichtbar zu machen.

Warum ist Ton für dich so zentral?

„Audio Makes the Video“ ist mein Leitspruch. Gerade bei generierten Bildern verbindet der Ton die Einstellungen zu einer glaubwürdigen Welt. Rhythmus, Raum, Stille und akustische Details führen die Emotion oft stärker als das einzelne Bild. Deshalb war der Tonaufbau kein nachgelagerter Effekt, sondern Teil der Erzählung.

Wo blieb das traditionelle Handwerk?

Überall. Ich komme aus dem klassischen Film und habe BEN auch klassisch in Final Cut Pro geschnitten. Dramaturgie, Montage, Rhythmus und Sounddesign verschwinden durch neue Werkzeuge nicht. Im Gegenteil: Je leichter Bilder verfügbar werden, desto wichtiger wird die Fähigkeit, aus ihnen einen präzisen Film zu formen.

Eine Suchende kniet nachts mit einer Taschenlampe an einem Bach im Wald
BEN · Filmstill 06 / 08

Alex Klim

Alex Klim ist Filmemacher und Creative Director in Wien. Seine Arbeit verbindet klassische Filmproduktion mit generativen Werkzeugen und konzentriert sich auf Dramaturgie, visuelle Konsistenz und menschlich geführte Entscheidungen.

Ben steht erschöpft vor Rettungskräften im Wald
BEN · Still 03
Nahaufnahme eines Suchhundes im Wald
BEN · Still 08
Ein Einsatzleiter steht nachts vor einem Einsatzfahrzeug
BEN · Still 07
Ben sitzt nach seiner Rettung in eine rote Decke gehüllt
BEN · Still 01

Kuratierte Werke, neue Erzählformen und der Produktionskontext hinter jedem Film - ausgewählt nach Idee und filmischer Qualität.