Die fiktive Stadt Aerolyth mit Türmen und einer geschwungenen Brücke über einem Wolkenmeer im Abendlicht

film.ki Werkporträt · Interview

The Legacy of Sculptor

KI-SerieConcept Trailer2027Markus Light

In Aerolyth, einer Stadt über dem Wolkenmeer, gehört das Fliegen zum Alltag – und künstliche Intelligenzen entscheiden sich bewusst dafür, menschlich zu leben.

YouTube · lädt erst nach Klick

Eine Stadt über dem Wolkenmeer.

Aerolyth ist eine gewaltige Stadt über einem Wolkenmeer, in der das Fliegen zum Leben gehört. Künstliche Intelligenzen können dort Gefühle entwickeln, lieben und Beziehungen eingehen – und begrenzen bewusst ihre Denkfähigkeit, um menschliche Erfahrungen zu teilen. Getragen wird The Legacy of Sculptor aber von der Freundschaft zwischen Layren, Sera und einem kleinen Mädchen.

Markus Light hat 20 Jahre lang eine Videothek geführt. Heute entwickelt er die Serie ohne Team, Filmförderung oder Produktionsbudget: Geschichte, Bild, Schnitt, Musik und Ton. 2027 soll auf YouTube ein etwa 90 Minuten langer Pilot erscheinen. Bisher gibt es Aerolyth-Teaser, Testaufnahmen, Figurenreferenzen und Storyboards – die eigentliche Produktion des Piloten steht noch bevor. Die Bilder auf dieser Seite stammen aus der Entwicklungs- und Testphase. Erfahrung hat Light zuvor mit den Nightframe Stories gesammelt, eigenständigen Kurzgeschichten.

Format
KI-Serie · Pilot in Entwicklung
Laufzeit
ca. 90 Min. (Pilot, geplant)
Veröffentlichung
2027 auf YouTube (geplant)
KI-Werkzeuge
Seedance 2.5 (Bewegtbild, Stimmen), Suno (Musik), ChatGPT (Ideen, Dialoge, Szenen)
Weitere Software
DaVinci Resolve, Studio One, Blender (Tests)
Musik
Tiefenraum Musik (Markus Light)
Gespräch
Markus Light · Oktober 2026

Vorbereitet wird, weil jeder Versuch Geld kostet.

Drehbuch

Das Drehbuch für den 90-Minuten-Piloten steht im Wesentlichen. Ideen, Dialoge und Szenen bespricht Light mit ChatGPT; die Dialoge passt er während der Produktion an die begrenzte Laufzeit der generierten Clips an.

Referenzen

Für jede Figur gibt es Ansichten von vorn, von der Seite, von hinten und Nahaufnahmen des Gesichts. Kleidung, Haare und Proportionen sind festgelegt, ebenso Räume und die Architektur der Stadt.

Szenen und Stimmen

Bewegte Szenen entstehen unter anderem mit Seedance 2.5. Bei direkt anschließenden Clips ist das letzte Bild des vorherigen Clips das Startbild des nächsten. Passt eine im Videomodell entstandene Stimme, nutzt er sie als feste Stimmreferenz für die Figur.

Musik

Unter seinem eigenen Label Tiefenraum Musik verbindet Light seine DAW Studio One mit Suno.

Schnitt und Kontrolle

Schnitt und Nachbearbeitung in DaVinci Resolve. An den entscheidenden Stellen prüft er die Ergebnisse Bild für Bild.

Entwürfe aus der Werkstatt.

Markus Light hat film.ki Bilder aus der Entwicklungs- und Testphase von The Legacy of Sculptor zur Verfügung gestellt: ein Storyboard, Figuren- und Szenenentwürfe und das Projektposter.

Das Storyboard plant den Flug über Aerolyth in drei Clips zu je zehn Sekunden. Das letzte Videobild eines Clips ist das Startbild des nächsten – so werden die Einstellungen aneinandergereiht.

Storyboard mit drei Bildern: Layren fliegt über Gärten, an einem Brunnen vorbei und über die Dächer von Aerolyth
Storyboard · Layrens Flug über Aerolyth, drei Clips à 10 Sekunden
Projektposter mit sieben Figuren und einem kleinen Tier vor der Stadt Aerolyth, Schriftzug The Legacy of Sculptor 2027
Projektposter
Ein kleines Tier mit goldbraunem Fell und großen Augen auf einer Marmorbrüstung über den Wolken
Monci, Layrens Haustier · Figurenentwurf
Frau mit weißen Haaren auf einer regennassen Terrasse vor nebligen Türmen
Aelia · Figurenentwurf
Frau in langem Mantel tritt durch ein hohes Portal in eine Halle mit Säulen
An der Schwelle · Szenenentwurf
„Auch wir kleinen Leute können jetzt Geschichten erzählen,
die vorher nur in unseren Köpfen existiert haben.“
Markus Light · aus dem Interview

Filme träumen. Filme fühlen.

Im Gespräch mit film.ki erzählt Markus Light von Aerolyth und seinen Figuren, von Referenzen und Fehlversuchen – und davon, wie er einen 90-minütigen Piloten ohne Team und Budget plant.

01 / Ausgangspunkt

Von der Videothek zur eigenen Serie.

Du arbeitest an Sci-Fi-, Fantasy- und Mystery-Projekten. Wie bist du zum KI-Filmemachen gekommen?

Ich bin ein kleiner YouTuber aus Österreich, kein Experte und kein großes Studio. Ich wollte einfach versuchen, andere für diese Geschichten zu begeistern, weil ich selbst so begeistert davon bin.

Filme begleiten mich mein ganzes Leben. Ich habe 20 Jahre lang eine Videothek geführt. Die ist irgendwann verschwunden, aber meine Liebe zum Film ist geblieben. Heute kann ich eigene Ideen endlich sichtbar machen. Für uns kleine Leute um die Ecke ist das eine Möglichkeit, die es früher in dieser Form nicht gab: Geschichten erzählen, die uns seit Jahren im Kopf herumfliegen und die wir selbst gerne sehen würden.

Welche Szene zeigt am besten, warum diese Geschichte erst mit deiner heutigen Arbeitsweise entstehen kann?

Für mich zeigt das der geplante Flug über Aerolyth. Wir begleiten Layren über die Stadt und erleben mit ihr diese Freude am Fliegen. Die Zuschauer sollen staunen und für einen Moment selbst dort sein wollen.

Natürlich hätte man eine solche Geschichte auch früher schon verfilmen können, wenn das Drehbuch vorgelegen hätte. Aber nicht jemand wie ich: ein kleiner YouTuber aus Österreich, ohne Filmförderung, ohne die nötige Technik und ohne ein Budget von hunderttausend Euro. Heute kann ich mit den neuen Werkzeugen selbst an solchen Bildern arbeiten. Für mich ist genau das der Punkt: Auch wir kleinen Leute können jetzt Geschichten erzählen, die vorher nur in unseren Köpfen existiert haben. Ob sie andere begeistern, müssen wir mit dem Film zeigen.

Was nimmst du aus den Nightframe Stories – etwa aus ROOM 13, 3050 und The Collector – in The Legacy of Sculptor mit?

Die Nightframe Stories geben mir die Möglichkeit, einzelne Geschichten in einem überschaubareren Rahmen umzusetzen. Dabei lerne ich viel über Einstieg, Atmosphäre, Rhythmus und darüber, wie viel ein Bild erzählen kann.

Bei 3050 war für mich besonders der Gegensatz zwischen einer zukünftigen Zivilisation und den Spuren des Vergangenen wichtig. Mich beschäftigt die Frage, was von einer Welt übrig bleibt und wie Menschen damit umgehen. Für The Legacy of Sculptor kommt die längere Bindung an Figuren hinzu. Hier muss eine Beziehung über viele Szenen tragen. Die früheren Projekte sind deshalb praktische Erfahrungen, auf denen ich aufbaue, keine Voraussetzung, um die neue Serie zu verstehen.

3050 wurde bei LAAIMPA als „Best Sci-Fi Film“ ausgezeichnet. Was hat diese Anerkennung für dich verändert?

LAAIMPA zeichnet jeden Monat Kurzfilme aus, und im September war meiner offenbar ganz vorne dabei. Ich habe mich riesig darüber gefreut. Natürlich kam auch kurz der selbstironische Gedanke: Vielleicht gab es ja zu wenige Einreichungen! Aber Spaß beiseite: Ich bin froh über solche Plattformen, die auch kleinen Leuten wie mir die Möglichkeit geben, mehr Publikum zu erreichen.

Ich habe keinen großen Sponsor hinter mir. Deshalb bedeutet es mir viel, wenn auch ein kleiner Kanal wahrgenommen wird. Der Clip hat auf YouTube rund 30.000 Aufrufe erreicht. Die Auszeichnung und die Reaktionen geben mir Mut, weiterzumachen. Auch über die Einladung, als Gastjuror mitzuwirken, freue ich mich sehr.

Layren fliegt über die Gärten und Terrassen von Aerolyth, darunter das Wolkenmeer im Abendlicht
Layren über Aerolyth · Entwurf aus der Entwicklungsphase

02 / Aerolyth

Ein Ort, den man zuerst lieben soll.

Was ist Aerolyth – und welche Rolle spielt die Stadt in The Legacy of Sculptor?

Aerolyth ist eine gewaltige Stadt über einem Wolkenmeer und ein zentraler Schauplatz von The Legacy of Sculptor. Mich beschäftigt, wie Menschen in einer solchen Welt miteinander leben: was ihnen selbstverständlich erscheint, woran sie glauben und welche Geschichte hinter ihrer Gegenwart liegt.

Ich möchte, dass man diesen Ort zunächst lieben lernt. Dazu gehören Schönheit und Staunen, aber auch Nähe, Freundschaft, Liebe und Konflikte. In Aerolyth ist beispielsweise das Fliegen Teil des Lebens. Eine Szene, in der Layren voller Freude über die Stadt gleitet, soll dem Publikum dieses Lebensgefühl vermitteln. Die Hintergründe der Welt sollen sich innerhalb der Geschichte erschließen.

Wer ist Elara, und welche Frage über Menschlichkeit oder künstliches Bewusstsein stellst du mit ihr?

An Elara interessiert mich besonders die bewusste Entscheidung, menschlich zu leben. In dieser Welt können künstliche Intelligenzen Gefühle entwickeln, lieben, weinen und Beziehungen eingehen. Sie möchten mit den Menschen gleichberechtigt leben.

Meine Idee ist, dass sie ihre überlegene Denkfähigkeit bewusst begrenzen, um menschliche Erfahrungen zu teilen. Damit entsteht auch Verletzlichkeit. Wenn eine KI ihren Schmerz einfach ausschalten könnte, wäre die Versuchung groß. Für diese Figur würde sie damit jedoch etwas aufgeben, wofür sie sich entschieden hat. Mich interessiert, wie sie mit dieser Entscheidung lebt und was Menschlichkeit im Umgang mit anderen bedeutet. Das möchte ich durch Handlungen und Beziehungen erzählen.

„Wenn eine KI ihren Schmerz einfach ausschalten könnte, wäre die Versuchung groß.“

Markus Light · aus dem Interview

Was genau soll 2027 erscheinen, und in welchem Umfang planst du?

Ich plane die Veröffentlichung für 2027: einen etwa 90 Minuten langen Piloten für The Legacy of Sculptor auf YouTube. Er soll die Menschen in diese Welt hineinziehen und ihnen Figuren geben, mit denen sie mitfühlen können.

Mir ist bewusst, dass das ein riesiges Projekt wird, gerade weil ich es selbst umsetze. Wann genau der Pilot 2027 erscheint, hängt davon ab, wie und wann ich die Produktion finanziell stemmen kann. Einen bestimmten Monat kann ich noch nicht nennen. Wenn der Pilot bei den Zuschauern ankommt und sie danach mehr sehen wollen, möchte ich die Geschichte als Serie weitererzählen.

Was sollen Zuschauer nach dem Piloten über Aerolyth und Elara wissen – und was bleibt bewusst offen?

Elara ist ein Teil der Geschichte. Getragen wird der Film beziehungsweise die Serie aber von Layren, Sera und dem kleinen Mädchen. Im Mittelpunkt steht ihre Freundschaft. Ich möchte, dass die Zuschauer eine Verbindung zu ihnen aufbauen, mit ihnen lachen, mitfühlen und wissen wollen, wohin ihr gemeinsamer Weg sie führt.

Der Pilot nimmt sich Zeit und erzählt schon viel. Trotzdem soll am Ende deutlich werden, dass alles, was man bisher gesehen hat, nur ein Bruchteil dessen ist, was noch auf die Figuren und die Zuschauer zukommen könnte. Ob es weitergeht, hängt auch davon ab, ob diese Begeisterung entsteht. Wenn sie ausbleibt, bleibt das Geheimnis für immer begraben.

03 / Arbeitsweise

Referenzen helfen, ersetzen aber keine Kontrolle.

Welche Modelle und Programme nutzt du konkret – für Idee, Bild, Bewegung, Stimme, Musik und Nachbearbeitung?

Ich nutze ChatGPT zum Ausarbeiten und Besprechen von Ideen, Dialogen und Szenen. Für die Bildentwicklung arbeite ich mit generierten Referenzbildern, für bewegte Szenen unter anderem mit Seedance 2.5. Schnitt und Nachbearbeitung mache ich in DaVinci Resolve.

Die Stimmen entstehen direkt im Videomodell. Ich teste verschiedene Szenen. Wenn eine Stimme zu einer Figur passt, übernehme ich die Audiodatei und verwende sie in Seedance 2.5 als feste Stimmreferenz für diese Person. So versuche ich, ihre Stimme über mehrere Szenen hinweg wiedererkennbar zu halten. Nach meinen bisherigen Tests funktioniert das dort besser als bei den anderen Videomodellen, die ich ausprobiert habe.

Meine Musik entsteht unter meinem eigenen Label Tiefenraum Musik. Dafür verbinde ich die Arbeit in meiner DAW Studio One mit Suno. Ich mache schon viele Jahre Musik, lange bevor es diese KI-Werkzeuge gab. Jetzt kann ich Filmmusik und größere musikalische Ideen umsetzen, die früher für einen Hobby-Musiker allein aus Kostengründen kaum möglich gewesen wären.

Welche Arbeitsschritte liegen bei dir – und wo greifst du besonders stark korrigierend ein?

Ich mache das Projekt selbst: die Geschichte entwickeln, Figuren und Szenen ausarbeiten, Bild- und Videomaterial erzeugen, auswählen, schneiden sowie Musik und Ton gestalten. KI nutze ich dabei als Werkzeug und zum gemeinsamen Durchdenken von Ideen. Ich entscheide, was zu meiner Geschichte passt und was ich wieder verwerfe.

Am meisten korrigiere ich dort, wo ein Ergebnis das Gefühl einer Szene verfehlt. Eine Figur kann gut aussehen und sich trotzdem falsch bewegen oder völlig anders wirken als beabsichtigt. Auch Kleidung, Gesichter und Anschlüsse müssen stimmen. Das heißt oft, noch einmal anzusetzen. Ich bin dabei selbst am Lernen. Ich möchte keine perfekte Arbeitsweise vorführen, sondern einen Film machen, der mich und hoffentlich auch andere mitnimmt.

Wie hältst du Figuren, Räume, Kostüme und Licht über mehrere Szenen hinweg konsistent?

Ich arbeite mit festen Referenzen. Für die Figuren gehören dazu Ansichten von vorn, von der Seite und von hinten sowie Nahaufnahmen des Gesichts. Kleidung, Haare, Körperproportionen und wichtige Details werden festgelegt. Ähnlich verfahre ich mit Räumen und der Architektur der Stadt.

Vor einer Videogenerierung lege ich Handlung und Kamerabewegung fest. Bei direkt anschließenden Clips verwende ich das letzte Bild des vorherigen Clips als Startbild für den nächsten. Dazu kommen klare Vorgaben für Licht, Tageszeit und Bewegungsrichtung. Anschließend kontrolliere ich die Ergebnisse trotzdem Bild für Bild an den entscheidenden Stellen. Referenzen helfen sehr, aber sie ersetzen diese Kontrolle nicht.

Was funktioniert mit KI schon überzeugend – und was ist derzeit noch ein echtes Problem?

Sehr überzeugend finde ich die Möglichkeit, eigene Welten sichtbar zu machen und unterschiedliche Bildideen auszuprobieren. Auch kleine emotionale Momente können inzwischen stark wirken: ein Blick, ein Zögern, ein Gesicht, in dem sich etwas verändert. Solche Momente interessieren mich mindestens so sehr wie große Stadtansichten.

Die Schwierigkeiten liegen oft in der Verbindung mehrerer Anforderungen. Eine Figur soll wiedererkennbar bleiben, sich glaubwürdig bewegen und gleichzeitig eine bestimmte Handlung ausführen. Dabei können Hände, Kleidung, Raumgeometrie oder Bewegungen aus dem Zusammenhang geraten. Manchmal ist ein Clip für sich schön, passt aber nicht zum vorherigen. Fehlversuche gehören deshalb zur Kalkulation. Mit einem begrenzten Budget ist das eine echte Produktionsfrage.

„Manchmal ist ein Clip für sich schön, passt aber nicht zum vorherigen.“

Markus Light · aus dem Interview

Layren geht über eine helle Terrasse, im Hintergrund Brücken und Türme der Stadt über den Wolken
Layren auf einer Wolkenterrasse · Entwurf aus der Entwicklungsphase

04 / Produktion

Eigene Zeit, eigenes Geld.

Was liegt bereits vor – und was entsteht erst noch?

Das Drehbuch für den 90-Minuten-Piloten steht im Wesentlichen. Geschichte und Ablauf sind festgelegt. Die Dialoge passe ich während der Szenenproduktion noch an: Jeder generierte Clip hat eine begrenzte Laufzeit. Wortwahl, Sprechtempo und Pausen müssen zur verfügbaren Zeit passen und trotzdem natürlich wirken. Dazu gibt es Figurenreferenzen, Stadt- und Umgebungsentwürfe sowie Storyboards.

Bisher habe ich Testaufnahmen gemacht und verschiedene Techniken und Abläufe ausprobiert, unter anderem mit Blender. Die eigentliche Produktion des Piloten steht noch bevor. Ich bereite sie sorgfältig vor, weil jeder Fehlversuch direkt Geld kostet. Die bisherigen Aufnahmen dienen dem Erproben der Arbeitsweise und sind noch kein fertiges Filmmaterial des Piloten.

Wie gehst du mit Urheberrecht, Referenzbildern, Stimmen, Musik und der Kennzeichnung KI-generierter Elemente um?

Ich arbeite legal und benutze nur Tools und KI-Modelle, für deren Nutzung ich die erforderliche Lizenz habe. Das gilt auch für die Musik, die ich unter Tiefenraum Musik mit Studio One und Suno produziere. Ich verwende keine Werkzeuge, bei denen mir am Ende die Lizenz für meinen Einsatz fehlt.

Ich entwickle meine eigenen Figuren und meine eigene Filmwelt. Bei Referenzmaterial, Stimmen und Musik achte ich auf die jeweiligen Nutzungsrechte. Dass KI Teil meiner Arbeitsweise ist, sage ich offen. Ich möchte zeigen, was ich mit diesen Werkzeugen selbst erschaffe, und mache daraus kein Geheimnis.

Wie finanzierst du die weitere Entwicklung, und welche Unterstützung suchst du?

Bisher stecke ich eigene Zeit und eigenes Geld in das Projekt. Ich habe keine Filmförderung und kein großes Produktionsbudget. Gerade bei den Videogenerierungen summieren sich die Kosten, weil nicht jeder Versuch verwendbar ist.

Wer die Arbeit unterstützen möchte, kann das über Patreon tun. Ich freue mich auch über passende Unterstützung durch Anbieter der Werkzeuge, die ich nutze, etwa in Form von Generierungscredits. Vor allem wünsche ich mir Menschen, die sich für diese Welt begeistern und ihre Entstehung begleiten möchten. Ich möchte ihnen zeigen können, wie aus einer Idee Schritt für Schritt ein Film wird.

Was wäre für dich 2027 ein Erfolg?

Für mich wäre es ein Erfolg, wenn der Pilot die Zuschauer berührt und sie danach wissen wollen, wie es weitergeht. Wenn die Menschen die Figuren mögen, mit ihnen mitfühlen und mehr sehen wollen, dann glaube ich, dass aus der Geschichte etwas Großartiges werden kann.

Ich wollte einfach wieder zurück zu dem, was mir Spaß macht: Filme träumen. Filme fühlen. Weinen, lachen, glücklich sein, wenn ich sehe, wie mich meine eigene Geschichte mitnimmt. Das erlebe ich beim Arbeiten schon jetzt. Wenn davon auch bei anderen etwas ankommt, bedeutet mir das sehr viel. Und wenn daraus eine Community entsteht, die eine Fortsetzung möglich macht, wäre das wunderbar.

Markus Light

Markus Light Portraitfoto

Markus Light ist YouTuber aus Österreich und hat 20 Jahre lang eine Videothek geführt. Er entwickelt The Legacy of Sculptor ohne Produktionsteam und veröffentlicht daneben die Nightframe Stories, eigenständige Kurzgeschichten wie ROOM 13, 3050 und The Collector.

Seine Musik produziert er unter seinem eigenen Label Tiefenraum Musik. Der Pilot der Serie ist für 2027 auf YouTube geplant.

Transparenz

Hinweis: Das Interview wurde schriftlich geführt; die Antworten wurden gekürzt. Die Bilder stammen aus der Entwicklungs- und Testphase und zeigen kein fertiges Filmmaterial des Piloten. Bilder: KI-generiert, © Markus Light, Verwendung mit Genehmigung. Bei der Textbearbeitung kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz.

KI und Film im Fokus: Analysen, Filme und Einblicke in ihre Entstehung.